Fotos: 1: Julia Stummvoll & Joseph Hanopol. | 2: Bonacker, Kathrin, & Windmüller, Sonja (Eds.). (2007). Tanz! Rhythmus und Leidenschaft. Marburg: Jonas-Verl. | 3: Exner-Grave, Elisabeth (Ed.). (2008). Tanzmedizin : die medizinische Versorgung professioneller Tänzer; mit 19 Tabellen (1. Aufl. ed.). Stuttgart: Schattauer. | 4-5: Broschüre, InzTanzSommer-MindYourMove, 2010.

Tanzwissenschaft

Unser Profil

Forschungsforum

InzTanz bietet eine Plattform für wissenschaftliches Arbeiten im Bereich Tanzwissenschaft — für gemeinschaftliche wie individuelle Forschungen, sowie auch für Austausch zwischen Forschenden verschiedener Felder.

Realisation

Im Rahmen der Arbeitsbereiche von InzTanz können in Absprache wissenschaftliche Qualifikations- und Forschungsprojekte durchgeführt werden. Zu Forschungsinteressen in pädagogischer, medizinischer, soziologischer, kulturwissenschaftlicher, politik- oder rechtswissenschaftlicher,  tanzanalytischer oder anderer Richtung sind am InzTanz geeignete Gegenstandsbereiche zu finden, die Aufschluss bieten. Wir unterstützen Vorhaben, die sich auf innovative und hochqualifizierte Weise mit Tanz auseinandersetzen.

Reflexion und Austausch

Für Tanzforschende jeglicher Fachrichtung, ob intern am InzTanz oder extern forschend, gibt es die Möglichkeit eines regelmäßigen Austauschs und gegenseitiger Unterstützung in Form eines offenen Kolloquiums bzw. Forschungsforums. Sowohl virtuell als auch in Sitzungen berichten wir über den jeweiligen Forschungsstand, bringen Ideen ein und entwickeln gemeinsam Möglichkeiten weiteren Vorgehens und gemeinsamer Anschlussprojekte.

Tanzwissenschaftsbasierte Lehre

Wissenschaftliche Forschung ist ein zentrales Anliegen aller InzTanz-Angehörigen; die Lehre am InzTanz ist tanzwissenschaftsbasiert. Erkenntnisse der Tanzwissenschaft werden laufend in die Lehre integriert. Unsere institutionelle Anbindungen gewährleisten den aktuellen Stand unserer Lehre.

Sie interessieren sich für Tanzwissenschaft?

Umsetzung am InzTanz

Publikationen
Mathis-Masury, E. Hollister (publication planned 2019). John Cranko’s Stuttgart Ballet: A heritage of shaping contemporary ballet (Arbeitstitel). in J. N. Jensen & K. Farrugia-Kriel (Hrsg.) The Oxford Handbook of Contemporary Ballet (Arbeitstitel) (S. ?-?). New York, NY: Oxford University Press.

Mathis-Masury, E. H. & Kretschmann, R. (2012). Tänzerische Früherziehung – Eine Ethnographische Analyse videographierten Tanzunterrichts in Kindergärten und Kindertagesstätten. Motorik, 35, 23-31.

Mathis-Masury, Elizabeth (2010). The Spectacle of the Stuttgart Ballet Miracle. In Society of Dance History Scholars (Hrsg.) 2010 Conference Proceedings : Dance and Spectacle : Annual Conference, Guildford/London/UK (pp. 177-184). Birmingham/AL: Society of Dance History Scholars.

Kretschmann, R. & Mathis-Masury, E. H. & Bronner, E. (2010). Bericht: Global Perspectives on Dance Pedagogy: Research and Practice. Congress on Research in Dance Special Conference, 25.-27. Juni 2009, Leicester, UK. Sportwissenschaft, 3, 224-226.

Mathis-Masury, E. H. (2009). Aesthetic Education and Reform : The German Approach to Dance Education. In T. Randall (Hrsg.) Global perspectives on dance, pedagogy: research and practice : special conference, congress on research in dance ; 2009 conference proceedings ; 25 – 27 june 2009, the Centre for Excellence in Performance Arts, De Montfort University, Leicester, UK (S. 266-268). Birmingham/Ala.: CORD.

Mathis-Masury, E. H. (2008). Gendering in the Ascription of Symbolic Meaning to Dance in Germany. In T. Randall (Hrsg.) Dance studies and global feminisms : Congress on research in dance ; 2008 conference proceedings ; November 14-16, 2008, Hollins University, Roanoke, VA (S. 175-180). Birmingham/AL: CORD.

Mathis-Masury, E. H. (2008). Förderung der Gesundheit von erwachsenen Laien durch Ballettunterricht. In E. Exner-Grave (Hrsg.) TanzMedizin. Die medizinische Versorgung professioneller Tänzer (S. 8-13). Stuttgart: Schattauer.

Mathis-Masury, E. H. (2007). Ballett in Baden-Württemberg: Diskrepanzen in der Kultur- und Bildungspolitik. In K. Bonacker & S. Windmüller, S. (Hrsg.) Tanz! Rhythmus und Leidenschaft (Hessische Blätter für Volks- und Kulturforschung ; 42) (S. 97-105). Marburg: Jonas Verlag.

Mathis, E. H. (1998). Für eine Karriere schon zu spät. Zur Motivation von Freizeit-BühnentänzerInnen. In U. Bechdolf (Hrsg.) Tanzlust: empirische Untersuchungen zu Formen alltäglichen Tanzvergnügens (S. 61-66). Tübingen: Tübinger Vereinigung für Volkskunde.

Mathis, H. (1997). John Cranko und das Stuttgarter Ballettwunder. In U. Jeggle (Hrsg.) Schwabenbilder. Zur Konstruktion eines Regionalcharakters (S. 211-218). Tübingen: Tübinger Vereinigung für Volkskunde.

Vorträge
Mathis-Masury, E. H. (2013). Ballett als somatische Transmission kultureller Gedächtnisse. Tagung der Dt. Ges. f. Soziologie-Sektionen Wissenssoziologie und Soziologie des Körpers und Sports zum Thema „Soziales Gedächtnis, Erinnern und Vergessen“, 7.-8.3.2013 an der LMU-München.

Mathis-Masury, E. H. (2012). Die Erfahrung des Balletts als kulturell geformtes Wissen: Ballett-Sehen — Crankos Stuttgarter Ballett als Repräsentation, politische Mythologie und Affekt. Jahrestagung DVS-Sektion Sportphilosophie zum Thema „Körper — Wissen — Form“, 22.-24.11.2012 an der Universität Bremen.

Mathis-Masury, E. Hollister / Mueller, Sophie Merit (2012): Die körperliche Erfahrung des Balletts als kulturell geformtes Wissen: techné und Kunstform. Vortrag auf der Jahrestagung der dvs-Sektion Sportphilosophie, Bremen.

Mueller, Sophie Merit (2012): Die Fabrikation körperlicher Zugehörigkeit: Das Ritual des Ballett-Trainings. 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Bochum.

Mueller, Sophie Merit (2012): Practicing Bodies in Artistic Practices: the Case of Ballet. Vortrag auf der 7. Konferenz des Research Networks Sociology of the Arts der ESA, Wien.

Mueller, Sophie Merit (2012): Interaktion mit eigenen Körperteilen. Der Fall des Ballett-Trainings. Tagung der Sektion Qualitative Forschung der DGS, Universität Mainz.

Mathis-Masury, E. H. (2011). Räume und Wege der Ausbildung im zeitgenössischen Tanz. Universität Stuttgart, Architektur und Stadtplanung, Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens.

Mathis-Masury, E. H. (2010). The Spectacle of the Stuttgart Ballet Miracle. Society of Dance History Scholars Annual Conference. University of Surrey, Guildford & The Place, London, UK.

Mathis-Masury, E. H. & Kretschmann, R. & Bronner, E. (2009). Panel: Dilemma of German Dance Education : Historical and Current Inconsistencies. Special Conference: Global perspectives on dance pedagogy — research and practice, Congress on Research in Dance. Centre for Excellence in the Performing Arts, De Montfort University, Leicester, UK

  • Aesthetic Education and Reform : The German Approach to Dance Education (Mathis-Masury)
  • Studying Dance at German universities : Research vs. praxis (Kretschmann)
  • School curricula in Germany : dancing on the edge (Bronner)

Mathis-Masury, E. H. & Kretschmann, R. (2009). Tänzerische Früherziehung in Kindergärten und Tageseinrichtungen – Ethnographischen Analysen videographierten Tanzunterrichts. Symposium: „Leistungssport beobachten“ an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Mathis-Masury, E. H. (2008). Gendering in the Ascription of Symbolic Meaning to Dance in Germany. 41st Annual Congress on Research in Dance. Hollins University. Virginia, USA.

Geförderte Projekte

InzTanzSommer — Mind Your Move

Laufzeit: 1.-15.8.2010. Umfang: 64,200€. Schwerpunkte: Praxis, Reflexion und Forschung zum Tanz als Kunst, Kultur und Wissen zu verbinden; kulturelle Bildung im Bereich Tanz als eine Form des lebenslanges, kinästhetisches Lernen zu etablieren, die ein Praktizieren, Reflektieren und Erforschen in allen Bildungsbereichen ermöglicht; Praktizierende verschiedener Genres, Lernende diverser Niveaus, Forscher unterschiedlicher Fokussierungen und Zuschauer heterogener Präferenzen zusammenzubringen. Geldgeber: Nationales Performance Netz, Universitätsstadt Tübingen, NRW KULTURsekretariat Wuppertal, Landesbank Baden-Wuerttemberg. Förderprogramme: “Gastspielförderung”, “Kulturetat: Projektförderung”, “Auftrittsnetzwerk,”, “Stiftung Kunst und Kultur”. Sponsoren: Autohaus Wetzel, Sudhaus Tübingen, Henschel-Verlag, Schattauer-Verlag, transcript-Verlag, Weleda AG, Sansha. Spender: anonym. Broschüre als Download [LINK SETZEN].

Tänzerische Früherziehung in Kindergärten und Tageseinrichtungen

Laufzeit: 9.2007-9.2010; Umfang: 45.800,00€; Schwerpunkte: Tanz als Mittel der musisch-ästhetischen Bildung bei Kindern von 2-10 Jahren in nicht-spezialisierten Betreuungseinrichtungen der Region zu etablieren, tanzpädagogische Ansätze zu dokumentieren, unterschiedliche Settings zu erproben; Geldgeber: Stiftung Kinderland, eine Unterstiftung der Landesstiftung Baden-Württemberg; Förderprogramm: „Musisch-ästhetische Modellprojekte in Kindergärten und anderen Tageseinrichtungen für Kinder“ (Ergebnisse als Download); Projektträger: TanzProTü e.V.; Rollen E. H. Mathis-Masury: Antragsstellung, Projektleitung.

Qualifikationsarbeiten

Dissertationsprojekte:

Mathis-Masury, E. Hollister: John Cranko’s Stuttgart Ballet: a historiography (Arbeitstitel).

Mueller, Sophie Merit: Practicing bodies. Integration in die Praxis im Ballett-Training (Arbeitstitel).

Lehrforschungen
2012: „Körper in Praktiken“: Lehrforschung im Rahmen des Seminars „Angewandte Soziologie: Praxisforschung“, Institut für Soziologie, Tübingen

2011: „Wie geht Üben im Ballett?“: Lehrforschung im Rahmen des Seminars „Angewandte Soziologie: Einführung in die Soziologie des Körpers“, Institut für Soziologie, Tübingen

Beispielhafte Fragestellungen

sozial- und kulturwissenschaftlich geprägte:

  1. Wie wird Tanz-Wissen vermittelt und angeeignet?
  2. Wie hängen Körper und (kollektive) Identität zusammen?
  3. Inwiefern sind Körper, Bewegung, Körper- und Selbstbilder immer kulturell/sozial geprägt?
  4. Wie ist die historische Entwicklung von Tanzgenres und wie haben sie in der allgemeinen Geschichte gewirkt?
  5. Welche symbolischen, kulturellen Bedeutungen stecken in Choreographie?
  6. Wodurch werden Tanztechniken sozial erkenn- und abgrenzbar?
  7. Wie lässt sich Bewegung als Sprache/Text interpretieren?
  8. Wie spielen Produktion, Rezeption, Diskurs bei Aufführungen zusammen?
  9. Wie verstehen und interpretieren verschiedene Zuschauergruppen die Arbeit eines Ensembles?
  10. Wie können Choreographien entlang der dichotome Axen Ballett-Modern, narrativ-abstrakt zugeordnet werden?
  11. Wie können die kulturelle Dimensionen, die prägende Kontexte und Werte der Arbeit eines/r bestimmten Choreograph/in festgestellt werden?
  12. Welchen ästhetischen oder methodischen Einfluss eines Choreographens lässt sich bei anderen Choreographen nachweisen?
  13. Wie tragen Tanzensembles zu Prozessen der persönlichen und kollektiven Identifikation der Zuschauer bei?
  14. Wie kann ein Tanzensemble als Institution erforscht werden?

bewegungs- und gesundheitswissenschaftlich geprägte:

  1. Wie trägt Tanzen zum Wohlbefinden bei?
  2. Bringt Tanz physische und psychische Kompetenz bei Senioren?
  3. Wie ist der Zusammenhang von Tanzen, motorischen und kognitiven Fertigkeiten, sowie der Selbstwirksamkeit?
  4. Welche Trainingsprinzipien des Balletts eignen sich für das mentale Training bei Erwachsenen im jungen und höheren Erwachsenenalter?
  5. Wie korrelieren die Bewegungsvorstellungsfähigkeit und die Lernleistung von Ballettschülern?
  6. Trägt die Bewegungsvorstellungsfähigkeit von Ballettschülern zu deren motorischen Expertise bei?
  7. Wie entwickeln sich die motorischen Fertigkeiten bei Tanzschülern (vom Kindergarten bis zum Ende der Grundschule) im Vergleich zur Kontrollgruppe?
  8. Wie entwickeln sich die kognitiven Fertigkeiten bei Tanzschülern (vom Kindergarten bis zum Ende der Grundschule) im Vergleich zur Kontrollgruppe?
  9. Welche Effekte hat Balletttraining auf die posturale Kontrolle sowie Sturzfolgen bei älteren Erwachsenen, und wie sind diese im Vergleiche zu verschiedenen Krafttrainingsmethoden (Freihantel — vs. — Maschinen — vs. — Theraband/Stability-Trainer)
  10. Sind Ballettschüler als motorische Experten auch kognitive Experten im Alter?
  11. Trägt Balletttraining zur Entwicklung grundlegender motorischer Fertigkeiten im Alter bei?

 

Research-in-Practice-Projekte

Bodies in Practice. KörperFormen in Auseinander-Setzung mit Balletttechnik nach Waganowa.

Projektleitung: E. Hollister Mathis-Masury; Projektbeginn: 2009 (Datenerhebung seit 1995); Beschreibung: In diesem Projekt geht es um die soziologische, bewegungswissenschaftliche, tanzpädagogische wie tanzmedizinische Auslotung der Körpertechnik des Balletts in ihrer kulturellen wie physischen Implikation für Körper mit ballettfremder Körpergeschichte, die sich mit ihr auseinandersetzen; sowie um die dabei zentralen Ethnomethoden, die didaktischen Techniken zu einer ‚erfolgreichen‘ Entwicklung und die darin impliziten Körper- und Gesundheitskonzepte.

Institutionelle Anbindungen
Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft, Universität Stuttgart

Centre for Dance Research, University of Roehampton/London

Institut für Soziologie, Universität Tübingen

Institut für Soziologie, Universität Mainz