Künstler & Dozenten
Samir Akika
gehört zu den eigenwilligsten Choreografen in NRW. Akikas Choreographie-Stil versucht, die Formsprache des Tanzes mit den visuellen Mitteln des Kinos zu verbinden und eine neue Form von kinematographischem Tanztheater zu entwickeln. Der gebürtige Algerier ist derzeit »choreographer in residence« am Düsseldorfer Tanzhaus NRW. Akika wurde 1967 in Algier geboren. Erst im Alter von 26 Jahren kam er zum Tanz. Er hat an der Essener Folkwang-Hochschule studiert und arbeitete an Tanztheater Wuppertal und am Folkwang-Tanzstudio, wo er in mehreren Choreografien tanzte. Mit 34 hat er bereits vier Stücke uraufgeführt und zwei Förderpreise erhalten.
Alexandra Morales
hat an der Folkwang-Hochschule in Essen Tanz studiert. Sie tanzt für Mark Szieskarek und Samir Akika. Seit der ersten Zusammenarbeit mit Akika ist sie seine rechte Hand - als Assistentin, Proben-Coach sowie Manager der Compagnie. Die künstlerische Verbindung zwischen Morales und Akika hat 2009 als Produktionsplattform ‚Unusual Symptoms‘ einen offiziellen Namen bekommen.
Vincent Bozek
tanzt für Samir Akika und ist das jüngste Mitglied bei ‚Unusual Symptoms‘. Nach seinem sozialwissenschaftlichen Studium an der Sorbonne in Paris studierte er Tanz an der Folgwang-Hochschule in Essen und arbeitete danach mit Germana Civera, Nelisiwe Xaba and Stephanie Thiersch. In der Arbeit mit Akika ist Bozek als Dramaturg, aber auch als Assistent tätig. Zur Zeit betreut er zudem die theoretische Reflexion von Akikas choreographischer Arbeit.
Julio César Iglesias Ungo
hat an der National School of Dance Kuba studiert und dort seinen Abschluss als ‚Dancer and Professor of Modern and Contemporary Dance‘ gemacht. Seit dem ist er als Tänzer (erster Solist) und Choreograph bei der Compagnie Contemporary Dance of Cuba (Danza Contemporánea de Cuba) tätig. Er wurde in klassischem Ballett, Modern-Contemporary und Folklore ausgebildet. Schon während seiner Ausbildung bekam er mehrere Preise für seine choreographische Arbeit bei verschiedenen nationalen Events.
Victor Mtendei
hat seine Ausbildung als Tänzer und Schauspieler an der Kenia Performing Theater and Dance School absolviert. In seiner Heimat Kenia hat er sich in verschiedensten sozialen Projekten engagiert und dabei Tanz und Theater unter anderem in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Zur Zeit arbeitet er als freier Tänzer und Geschichtenerzähler in Deutschland und produziert eigene Stücke.
Signe Koefoed
hat nach ihrem Projektmanagement-Studium 2007 ihre Ausbildung (und postgraduate program) in zeitgenössischem Tanz an der CDSH abgeschlossen. Des Weiteren ist hat sie eine Ausbildung in Physical Theater absolviert. Sie hat bei der Tossi Company getanzt sowie für Philip Van Huffel, Phillip Rives, Kelly Riedel und andere Choreographen, und ist Mitglied der Sticky Trace Company. Zur Zeit lebt sie in Berlin und realisiert dort eigene choreographische Projekte in Kooperation mit anderen Medien und Kunstformen. Sie gibt unter anderem Workshops an der UDK Berlin, Interflugs Academy und der CDSH.
St‘f
Der Belgier, der mit bürgerlichem Namen Stefaan Ferrest heißt, zählt zu den weltweit erfolgreichsten Streetdance-Choreografen und Battle-Richtern und arbeitet für P.A.R.T.S. in Brüssel — eine der profiliertesten Ausbildungsstätten Europas für zeitgenössischen Tanz. Als Grenzgänger der tänzerischen Sparten hat er eine alternative Battle-Serie, die Big Bang Streetdancers Unite! gegründet. Bei dieser geht es um Begegnung, Offenheit, Respekt unter den Tanzenden. Weil St’F damit gerade auch sozial benachteiligte Jugendliche erreicht, genießt er die Unterstützung namhafter belgischer Institutionen.
Prof. Dr. Janet Lansdale
leitete zwischen 1997 und 2001 die School of Performing Arts an der Universität Surrey, Großbritannien. Seit 1992 leitete sie dort als Professorin das Department of Dance Studies – und ist damit Nachfolgerin der ersten ordentlichen Professorin für Tanzwissenschaft, June Layson. Ihr Buch ‚Dance Analysis‘ hat nicht nur zum Durchbruch der Tanzwissenschaft beigetragen, sondern ist zudem ein bis heute wegweisendes Standardwerk in der Tanzforschung.
Dr. Liane Simmel
ist ehem. professionelle Tänzerin, Ärztin, Sportmedizinerin, Ostheopathin und Spiraldynamik Practitioner. Sie studierte Tanz an der staatliche Hochschule für Musik, München, sowie am Cunningham Studio, New York. Heute arbeitet sie als Ärztin für Tanzmedizin in eigner Praxis in München. Sie ist Lehrbeauftragte an der Palucca Schule Dresden, Hochschule für Tanz und unterrichtet als Leiterin des Instituts für TanzMedizin "Fit for Dance" europaweit an Hochschulen und auf Kongressen. Sie ist Committee Member von IADMS, Medical Adviser der Dance Medicine Organisation Monacco sowie Vorstand von tamed, Tanzmedizin Deutschlad e. V. Ihr 2009 erschienenes Buch 'Tanzmedizin in der Praxis' hat sich zu einem deutschsprachigen Standardwerk der Tanzmedizin entwickelt.
Dr. Elisabeth Exner-Grave
studierte Tanz an der Folkwang Hochschule in Essen und ist seit 2000 Fachärztin für Orthopädie mit der Zusatzqualifikation Chirotherapie, Sport- und Sozialmedizin. Seit April 2008 arbeitet sie als orthopädische Oberärztin im Rehabilitations- und Trainingszentrum medicos.AufSchalke in Gelsenkirchen. Sie ist Gründungsmitglied von tamed, Tanzmedizin Deutschland e. V. und als Dozentin für Tanzmedizin im In- und Ausland tätig.
E. Hollister Mathis-Masury
ist Universitätsdozentin für Tanz am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft der Universität Stuttgart. Die ehemalige Berufstänzerin widmet sich der tanzwissenschaftlichen Forschung zu kulturhistorischen, pädagogischen und medizinischen Fragestellungen. Unter anderem ist sie Mitautorin von (u.a.) "TanzMedizin - die medizinische Versorgung professioneller Tänzer" und hält regelmäßig Vorträge auf internationalen Tagungen und Kongressen. Am InzTanz unterrichtet sie klassisches Ballett, Modern und Black Dance und leitet die Ausbildung Bühnentanz.


